Was ist Koffein? Welche Wirkungen hat es?
1819 von einem deutschen Chemiker entdeckt, ist Koffein ein stickstoffhaltiges Molekül (auch als „Alkaloide“ bezeichnet), das als Stimulans auf den Organismus wirkt. Dass es Koffein genannt wurde, liegt daran, dass es zuerst im Kaffee entdeckt wurde. Dasselbe Molekül findet sich auch im Tee, wo es als Teein bezeichnet wird. Während es bei Pflanzen als natürliches Insektizid dient, sind seine Auswirkungen auf den Menschen erfreulicherweise ganz andere: Es mindert vorübergehend die Müdigkeit und steigert die Aufmerksamkeit. Der Unterschied zwischen Kaffee und Tee besteht darin, dass Kaffee deutlich mehr davon enthält: 3- bis 4-mal so viel wie eine Tasse Tee. Dies erklärt die anregende Wirkung von Kaffee, gefolgt von einem „Leistungstief“ etwa zwei Stunden später. Tee hingegen gilt als Stimulans, das sanfter, aber dafür nachhaltiger und länger wirkt.
Ist in Yerba Mate Koffein enthalten?
Ganz genau. Die Pflanze mit dem Namen Yerba Mate enthält reichlich Koffein in ihren Blättern (schätzungsweise 1 %). Das reicht aus, damit sich ihr Genuss auf unser Nervensystem auswirkt, die Aufmerksamkeit steigert und Müdigkeit entgegenwirkt.
Ist Mate ein Aufputschmittel?
Nein, man spricht eher von einem natürlichen Energiespender. Mate kann morgens oder vor dem Sport getrunken werden, um sich einen kleinen Boost zu verschaffen. Hält Mate vom Schlafen ab? Die Antwort lautet: „Das kommt darauf an.“ Wie bei Tee oder Kaffee hängt der Einfluss von Koffein auf den Schlaf von der individuellen Empfindlichkeit ab.
Welche belebende Wirkung hat Mate im Vergleich zu Kaffee?
Mate enthält im Durchschnitt weniger Koffein als Kaffee. Seine Wirkung auf den Körper fällt daher etwas sanfter aus. Die Schätzungen schwanken je nach Zubereitungsart der Heißgetränke. Zudem variiert der Teeingehalt von Tee zu Tee je nach den spezifischen Anbaubedingungen (Erntezeitpunkt der Blätter und Anteil an Blattknospen). Darüber hinaus reagiert jeder Mensch unterschiedlich auf Teein. Man kann daher den Teeingehalt eines Tees nicht pauschal mit dem eines anderen vergleichen.
Wie dosiert man Mate je nach gewünschter Wirkung?
Man kann ähnlich wie bei Kaffee oder Tee vorgehen und die Intensität sowie Konzentration steuern, indem man mehr Wasser hinzufügt oder weniger Mate-Blätter verwendet – ganz nach persönlichem Geschmack und gewünschtem Effekt. Schüttet man den ersten Aufguss weg und gießt erneut Wasser auf, lässt sich Tee entkoffeinieren. Dasselbe funktioniert auch bei Mate, sodass die Blätter beim zweiten Aufguss weniger koffeinhaltig sind.
Unsere Tipps für die richtige Zubereitung von Yerba Mate
Die Zubereitung von Yerba Mate ist eine echte Kunst. Dazu benötigen Sie eine Kalebasse, eine Bombilla und einige Mate-Blätter (vorzugsweise Bio).
1. Die Kalebasse zu ¾ mit Mate-Blättern füllen.
2. Wasser im Wasserkocher erhitzen und eine Temperatur von 80 °C nicht überschreiten, um die Blätter zu schonen.
3. Die Kalebasse schräg halten, sodass sich die Blätter auf einer Seite sammeln.
4. Das heiße Wasser in den freien Bereich der Kalebasse gießen.
5. Die Ziehzeit variiert je nach Geschmack und gewünschter Intensität Ihres Getränks. Die empfohlene Dauer liegt meist zwischen 5 und 10 Minuten. Puristen bevorzugen eine längere Ziehzeit für einen kräftigeren Geschmack im Mund.
6. Das Getränk mit einer Bombilla (Trinkhalm für Mate) genießen.
7. Sie können die Blätter mehrmals über den Tag verteilt aufgießen.
Yerba Mate ist ein Getränk voller gesundheitlicher Vorzüge. Nach allen Regeln der Kunst zubereitet, liefert er Ihnen dank seines Koffeingehalts die nötige Energie für den Tag. Anregend und belebend stellt er eine hervorragende Alternative zu Tee oder Kaffee dar. Entdecken Sie die Mischungen auf Mate-Basis von Kusmi Tea! Köstliche Bio-Produkte.